So bringst du deine Träume zum Blühen

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Wir leben in einer konkreten, materiellen Welt, in der die Dinge so sind, wie sie sind. Doch gleichzeitig leben wir auch in einer Parallelwelt, in der die Gesetze der realen Welt aufgehoben scheinen und vieles möglich ist, was in der Alltagswelt undenkbar ist.


Wir alle kennen diese magische Welt von unseren Nachtträumen, in den wir wilde, aufregende oder sinnliche, manchmal aber auch verstörende oder beängstigende Erlebnisse haben, die auf den ersten Blick gar nichts mit unserem Alltagsleben zu tun haben.


Träume als Spiegel des Inneren

Kein Wunder faszinieren Träume die Menschen schon seit frühester Zeit. Sie spielen in vielen Mythen, Sagen und biblischen Geschichten eine Schlüsselrolle. Lange dachte man, Träume seien Botschaften von höheren Wesen, Göttern oder Dämonen. Doch wie Träume wirklich entstehen und wie sie mit unserem Innenleben zusammenhängen, wird erst in der jüngeren Zeit erforscht.



Die beiden grossen Psychoanalytiker Sigmund Freud und Carl Gustav Jung haben mit ihren Theorien unser Verständnis der Traumwelt völlig verändert. Während Freud davon ausging, dass Traumbilder eine klare Botschaft enthalten, erkannte Jung, dass sich ein Traumsymbol nicht auf einen einzigen Begriff reduzieren lässt. Träume widerspieglen vielmehr den Zustand des Träumenden und lassen sich daher nur individuell begreifen.


Ein fortlaufender Dialog

In jeder Nacht, so Jung, entsteht ein fortlaufender Dialog zwischen unserem bewussten Ich und dem Unbewussten. Was der Traum, der aus diesem Dialog entsteht, zu bedeuten hat, muss anhand der bisherigen Erfahrungen und der aktuellen Lebenssituationen entschlüsselt werden.


Wir träumen ständig, auch am Tag. Nur merken wir es meistens nicht.

Arnold Mindell, der Begründer der prozessorientierten Psychologie, geht noch einen Schritt weiter: Seine These ist, dass wir nicht nur im Schlaf träumen, sondern auch am Tag während wir wach sind. Träumen ist also ein kontinuierlicher Prozess, den wir in der Alltagsrealität allerdings meistens nicht bewusst wahrnehmen.


Doch wenn wir unsere Sensoren öffnen, können wir die Zeichen dieses Traumgeschehens durchaus wahrnehmen, etwa in unmerklichen Bewegungen oder in Körpersymptomen, in Bildern oder Einfällen, die uns unmittelbar überkommen. In diesen tranceartigen Zustand können wir uns auch bewusst begeben, beispielsweise durch Meditation, Bewegung oder Musizieren.


Die Persönlichkeit erweitern

Doch was bringt es überhaupt, uns mit all diesen schwer verständlichen Bildern auseinanderzusetzen? In der Traumwelt können wir unsere Persönlichkeit sozusagen erweitern. Wir bekommen Zugang zu unseren verborgenen oder verdrängten Anteilen, die tief in uns schlummern. Oder anders gesagt: Unsere Träume zeigen uns, wer wir auch noch sein könnten und was uns möglicherweise daran hindert, so zu werden.


Es ist dein Entscheid

Traumbilder aus der Nacht, die uns ratlos zurücklassen, aber dennoch nicht loslassen, können im Wachzustand weitergeträumt und in unser Bewusstsein integriert werden. Die kreativen Ausdrucksformen, mit denen wir arbeiten, unterstützen diesen Prozess: Den Körper wahrnehmen und bewegen, tanzen, malen, tönen, Skulpturen formen – all das kann neue, erhellende Einsichten vermitteln, wie unsere Traumbilder mit unserem Leben zusammenhängen.


Es ist eine Spurensuche, die zu uns uns selber führt. Es gibt keine «richtige» Erklärung von aussen, sondern es ist uns selber überlassen, welche Bedeutung wir unseren Träumen geben. Wir sind frei, sie als flüchtige Erscheinungen ziehen zu lassen – oder sie ernst zu nehmen und ihre Botschaften zu berücksichtigen.


Was sind deine Träume?

Hast auch du Traumbilder, die dich beschäftigen, oder Visionen, die dich umtreiben? In unserem Silvesterseminar «Wenn Träume wahr werden…» kannst du deine Träume entfalten und erforschen. Wer weiss, vielleicht findest du Botschaften, die dein Leben grundlegend verändern?

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Eine kleine Übung zur Einstimmung

Faszinieren dich Träume, aber du bist dir nicht sicher, ob du dich wirklich darauf einlassen willst? Dann laden wir dich zu einer kleinen Übung – sie dauert nur ein paar Minuten.



Und welche Erfahrungen machst du?

Erzähl uns mehr von deinen Erfahrungen mit dem Träumen und wie diese magische Welt deinen Alltag prägt.

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